digitaler widerstand

geschichtswissenschaft aus hannover

Weshalb ich blogge 10. Oktober 2012

Filed under: Uncategorized — boerne4 @ 07:06

Weshalb ich doch blogge – ab und an.

Auf meinem Rechner liegen sicherlich so an fünf, sechs Beiträge, in denen ich begründe, warum ich nicht mehr blogge. Und jetzt tue ich es doch wieder und die gennnten Beiträge werden nicht einmal den Weg in dieses Blog finden. Warum auch? Und warum blogge ich ab und an? Eigentlich ist das ganz einfach: weil es Spaß macht. Es macht einfach Spaß, sich ab und an jenseits anderer Konventionen mitzuteilen. Einfach so. Ohne Hürden und ohne Regeln. Dadurch wird nichts besser und damit leiste ich auch keinen besonderen Beitrag zur Wissenschaft. Ich mache es für mich. Ich will nichts voran bringen, keine Diskurse führen oder andere hochnotwichtigen Dinge tun. Brauche ich nicht, will ich nicht. Ich tue es einfach, einfach so.
Das ist so wie mit dem Internet. Keine Ahnung, ob es wirklich etwas verbessert. Jedenfalls lehrt die Erfahrung, dass technische Neuerungen die Welt nicht besser machen, sie machen sie nur anders. Und sie gehören zu unserer menschlichen Gesellschaft dazu. Veränderung ist teil unserer Existenz. Aber besser? Wohl kaum. Im 19. Jahrhundert glaubten manche, durch die Eisenbahn würden in Zukunft Kriege verhindert werden, weil die Menschen sich so gut kennen lernen würden. Es ist anders gekommen, ganz anders.
Aber mich macht dieses andere froh: Ich brauche bald keine eigene Bibliothek mehr, keine Tausende von Büchern, die ich mit mir herum schleppen muss. Alles passt bald auf eine winzig-kleine Speicherkarte. Meine Bücher kann ich auf einem kleinen, leichten Gerät mit mir mitnehmen und sie noch darauf lesen. Ich finds wunderbar.
Das Netz bietet mir Freiheit. Und die möchte ich mir nicht nehmen lassen. Auch nicht von Mitmenschen, die meinen, ich müsse etwas so oder anders machen. Muss ich nicht. Wen das stört, sieht woanders hin. Mein Blog muss niemand lesen. Wirklich niemand. Und deshalb ist auch die Kommentarfunktion weitgehend ausgeschaltet. Ich mag das nicht. Wer es anders haben möchte, kann es doch gern machen.Und genug tun das auch. Finde ich gut. Nur ich mag das nicht. Vielleicht ändert sich das ja. Ich blogge auch wieder, obwohl ich das gar nicht mehr wollte.
Was ich aber seltsam finde: Da gibt es Kollegen, die behaupten, bloggen sei so wichtig für die Wissenschaft – was ich nicht so sehe. Aber wenn das Bloggen so wichtig ist, warum drucken sie dann ihre Texte über das Bloggen in Büchern ab, in richtigen, von einem Verlag herausgegebenen Büchern? Haben Sie vielleicht ganz andere Interessen? Egal, dürfen sie ruhig, aber ich mag nicht.

PS: Sollte eigentlich in digireg stehen, aber hier passt der Beitrag vielleicht besser hin.

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